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Natur Tempel in Thailand – Wat-Ba Sub Muang

Thailand ist ein Buddhistisches Land, überall gibt es Tempel. Heute berichte ich über einen Natur Tempel, Wat-Ba Sub Muang, der sich in der Provinz Phetchabun ganz bei mir in der Nähe befindet.

Ich bin ja nicht so ein Tempel Gänger, oft kommt mir das Ganze auch hier etwas geheuchelt vor. In diesem Wat jedoch habe ich eine andere Seite des Buddhismus kennengelernt.

Komm mit, schaus dir mal an und erfahre was ich dort alles erlebt habe. Zuerst hier die Informationen die du von Google Maps bekommst.

Mein YouTube Video dazu

Meine Geschichte mit dem Tempel.

Sub Muang ist ein Nachbar Dorf, der Vater meiner Frau wohnt da und schon bald nach meinem Auswandern an diesen schönen Ort besuchten wir öfters den Tempel im Wald.

Meine Frau ist Buddhistin und hat mich eingeladen die Rituale und Feierlichkeiten kennen zu lernen. Wir gehen nicht jede Woche aber wenn etwas spezielles stattfindet gehe auch ich gerne.

Vor etwa 6 Jahren ist dann ein neuer Mönch, “Achan Dami”, Vorstand des Wat-Ba Sub Muang geworden.

Er ist eigentlich recht jung aber erfreut sich großen Respekts.

Achan Dami

Er hat begonnen den Dorf Bewohnern eine andere Art von Buddhismus oder Bewusstsein zu zeigen. Es wurde plötzlich sehr aktiv im Tempel Gelände und immer mehr Leute kamen und nahmen an den Aktivitäten teil.

Es wurden Tiere aufgenommen, auch unsere Ziege die wir zu Hause nicht halten konnten wurde willkommen geheißen. Es hatte Pferde, eine Kuh, Wildschweine, Schildkröten, Hasen und vieles mehr.

Der Ort wurde zu einem Ausflugs Ziel und Treffpunkt für viele. Außerdem hat Achan Dami eine gute Art die Besucher in konstruktive Aktivitäten einzubringen. Es wurde Bepflanzt, Dekoriert, Aufgeräumt, Gekocht und man hatte eine gute Zeit zusammen.

Auch wurden Meditations Veranstaltungen abgehalten die bald im ganzen Land bekannt wurden. Wir waren von den ersten die teilnahmen und wurden dann später eingeladen bei weiteren Veranstaltungen zu helfen.

Schritte und Rituale die ich selbst erleben durfte

Ritual 1, Läuterungs Meditation, ganzer Tag.

Am Morgen haben wir uns, ca. 100 Personen, auf dem Tempel Gelände getroffen. Man sass im Schneidersitz in der Tempel Haupthalle und hat etwa zwei Stunden meditiert. Die Mönche haben gebetet und gesungen.

Danach wurde etwas kleines gegessen.

Als nächstes ging es in die Sand Platz Halle um die zwei Stündige Geh Meditation zu beginnen. Alle “Neuen” haben sich in Reihen aufgestellt und sind nach Gesprochener Vorgabe vor und zurück auf dem Sandplatz gegangen.

Für einen Schritt gibt es 4 Positionen, “Fersen heben”, “Fuß in die Luft”, “Fuß nach vorne bewegen” und “Fuß wieder absetzen”. Einmal links und dann rechts.

Schritt Meditation

Am Anfang war das eine echte Gleichgewichts Herausforderung. Mit der Zeit wurde es auch ziemlich ansträngend.

So gegen Mittag war das rum und alle gingen zurück in die Haupthalle zum Mittagessen. Etliche freiwillige Helfer haben das Essen zubereitet und schön aufgetischt. Viele haben auch schon fertige Gerichte von Zuhause mitgebracht die geteilt wurden.

Nach einer Stunde Pause ging es wieder in den Wald in die Sand Halle. Alle “Neuen” mussten sich auf eine Stroh Matte in Meditations Pose setzen und die Augen schließen.

Es wurde ein Mantra rezitiert, der Mönch laut die Andren leise. “Jub Noh”, Phong Noh”, Nang Noh”, “Tuk Noh”. Was so etwa heißt “Bewusst Ausatmen”, “Bewusst Einatmen”, “Bewusst Sitzen”, “Bewusst Richtig”.

Etwa eine Stunde ging das so, ich hatte das Zeitgefühl mittlerweile verloren. Nur mit den Beinen hatte ich Probleme, die sind mir eingeschlafen oder haben geschmerzt.

Im zweiten Schritt dieser Meditation sollten wir nur noch “Noh, Noh, Noh, Noh” rezitieren, zunehmend lauter und schneller.

Vereinzelt kam es schon da zu ekstatischen Reaktionen bei Teilnehmern. Um das Ganze noch zu verstärken kamen nun die Helfer ins Spiel. Mit zu Trichtern geformten Papieren schrien sie uns Noh, Noh, Noh, Noh in die Ohren.

Es war extrem laut, alle schrien so schnell wie möglich das Mantra und immer mehr Teilnehmer vielen in eine Trance. Es wurde geweint, um sich geschlagen, erbrochen oder einfach zusammengebrochen.

Ich persönlich fiel nicht in Trance, habe jedoch einen Dämon in mir, bildlich erkannt, die Alkohol Sucht. Es ging mir auch sonst sehr viel durch den Kopf aber das laute Schreien machte mich heiser und innerlich war ich irgendwie erheitert, fand das Ganze lustig.

Die Helfer kümmerten sich um die in Trance gefallenen, es waren viele Helfer. Dies zog sich sicher so zwei bis drei Stunden hin, bis der Ober Mönch es für genug befand.

Wir konnten dann etwas ausruhen, über die Erfahrung reden und eine Weile später wurde jeder vom Ober Mönch gecheckt ob die Meditation gewirkt hat, ob man dabei war und ob man fit sei für einen nächsten Schritt. Ich wurde angenommen.

Ritual 2, mit einer Leiche sitzen, an einem Abend

Per Telefon wurden wir eingeladen an einem weiteren Schritt teil zu nehmen. Es sollte an einem bestimmten Abend, nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden.

Wir versammelten uns, wieder waren bis zu hundert Menschen anwesend, Helfer und Teilnehmer. Inzwischen waren wir auf einer Liste vermerkt auf welcher unsere Fortschritte notiert wurden.

Dekorierter Wat an Feiertagen

Zuerst, wie immer wird eine Stunde im Haupt Tempel meditiert.

Dies Mal war eine, ich würde es “Angst Bewältigung” oder “Vertrauens Beweis” Meditation nennen, angesagt.

Als es richtig dunkel war wurde jeder einzeln, von etwa 5 Helfern begleitet, in ein ca. 15 Minuten Fußmarsch vom Tempel entfernten Holz Kabäuschen mitten im Wald gebracht.

In der Hütte befand sich eine echte Mumie eingebettet vor einem verzierten Schrein. Davor war ein etwa 1 Kubik Meter großes Moskito Netz aufgestellt, worin ich mich in Meditations Pose setzen musste.

Ich sollte die Augen Schließen, das Noh, Noh Mantra still rezitieren und mich auf keinen Fall bewegen, bis ich wieder abgeholt werde.

Es war echt gespenstig, ich hörte die Helfer weggehen, es war toten still. Tier Laute, Rascheln waren zu hören aber sonst nichts.

Irgendwann fühlte ich Wasser Tropfen von oben auf mich herunterfallen, nur ganz wenig, dann wieder nichts. Eine Stunde, gefühlt 2 waren sicher schon um als plötzlich ein riesen Knall auf dem Hütten Dach erschallte.

Ich erschrak dermaßen, dass sich meine Augen einen Bruchteil einen Sekunde öffneten. Kein Licht, toten Stille. Später war noch ein Scharren aus Richtung der Mumie zu vernehmen, ganz leise nur.

Ich kann dis sagen, als ich nach etwa 2 Stunden wieder Schritte und Geplauder hörte, die sich näherten, war ich sehr erleichtert.

Nach meinem Durchgang konnte ich die Nächsten auch begleiten und wieder abholen. Bis alle durch waren wurde es schon bald hell. Zufrieden aber recht aufgewühlt gingen wir wieder nach Hause.

Ritual 3, mit Schlangen sitzen, Nachts

Wieder trafen wir uns am Abend nach einer Telefonischen Einladung. Mittlerweile kannte man sich etwas besser und der Abend begann mit gemütlichem Zusammensitzen und Knabbern, dann Meditation.

Ich hab nur Gerüchte vernommen über was heute abgehen soll. Es hieß “Mit Hasen Sitzen”. Das vorige Mal hieß, “Blumen Sammeln Sitzen”.

Die Mönche schöpfen zuerst

Als es wieder richtig dunkel war, es war auch diesmal eine Leer-Mond Nacht, gings langsam los. Da wie letztes Mal, nicht viele Orte vorhanden sind wo das Ritual abgehalten werden kann, musste man zum Teil lange warten bis man an die Reihe kommt.

Die Stimmung war ruhig, die Zurückkommenden sprachen nicht über ihr Erlebnis. Einzelne gingen wieder nach Hause, andere dienten als Helfer.

Als ich an der Reihe war wurde ich wieder von etwa 5 Personen mit Taschenlampen in den Wald geführt. Am Ziel war wieder eine kleine Hütte, diesmal aus Zement Steinen.

Darin stand eine Holzkiste, etwa einen Kubik Meter groß, da sollte ich mich hinein setzen. Ich musste wieder den Schneidersitz einnehmen, Meditieren und von nun an die Augen nicht mehr öffnen.

Mir wurde dann erklärt, dass man mir nun etwa 10 große Schlangen in die Kiste gibt und, dass ich mit diesen etwa eine Stunde ausharren soll.

Schlangen rein, die wurden mir einfach über den Kopf gelegt, Deckel zu und weg waren die Helfer.

Was tun, nicht bewegen hätten sie mir nicht extra sagen müssen lol. Ok, Ausharren und schauen was passiert. Ich habe schon einen etwas erhöhten Puls als ich dann die Stunde still das Noh Noh Mantra rezitierte.

Die Schlangen waren auch ziemlich ruhig. Sie bewegten sich wenig, wenn aber sie sich berührten fauchten sie sich gegenseitig an. Mann hatten die Mundgeruch 🙂

Die Stunde wurde wieder ziemlich lange, Füsse schliefen ein, die Nase beißt, Schweiß läuft herunter und rings herum sind die sicher 1-2 Meter langen Schlangen am Zickeln und Fauchen.

Mir viel wieder ein, dass mich Achan Dami mal gefragt hat ob ich angst vor Geistern habe, ich sagte nein. Ob ich angst vor Tieren hätte, ich sagte nein. Vor was ich denn am meisten angst hätte, da sagte ich wahrheitsgemäß, vor Menschen.

Auch jenes Mal wurde es früher Morgen bis wir wieder erfüllt nach Hause gingen.

Somit wurde ich ein respektiertes Mitglied der hiesigen Buddhistischen Gemeinde. Natürlich verstehe ich sehr wenig wörtlich was da gepredigt wird, kann aber trotzdem fühlen was gemeint ist.

Später wurde ich einige Male angefragt mitzugehen, die Geh Meditation an verschiedenen Orten durchzuführen. Einmal war ich so ins Innere eines Gefängnisses gekommen und habe einiges von den Insassen erfahren.

Es wurde dann noch ein kleiner Berg Tempel zusammen aufgebaut, auch dort habe ich Stunden lange Meditationen im Wald abgehalten.

Leider hat sich Achan Dami vor etwa 3 Jahren entschlossen weiter zu gehen, in einer anderen Provinz einen weiteren Tempel in Angriff zu nehmen.

Seither wurden seine Ideen nicht mehr so richtig umgesetzt. Er hat viel von den Leuten verlangt, Arbeit und Gesundheit und Meditation waren seine Devisen.

Wie ich erfahren habe ist er nun wieder zurück, ich hab ihn bisher noch nicht getroffen, leider. Ich finde ihn sehr sympatisch, gar nicht überheblich, einer der selbst die Spitzhacke in die Hand nimmt.

Essen tun alle das Gleiche, zusammen

Schlusswort

Ich hoffe die alten Zeiten kommen zurück, hoffe er schafft es wieder die Menschen hier zu motivieren.

Leider kann ich zu diesem Artikel nicht viel Bild Material liefern, ich traute mich damals nicht das Ganze zu dokumentieren, ich war mehr interessiert zu erfahren als zuzuschauen.

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Für Fragen steht mein Kommentar Bereich unten zur Verfügung.

Bis bald, Stefan in Thailand

2 thoughts on “Natur Tempel in Thailand – Wat-Ba Sub Muang”

  1. Wenn Leute nach einer einzigartigen Erfahrung suchen, die eine wirklich asiatische Erfahrung ist, würde ich ihnen raten, wie Sie nach Thailand zu gehen.
    Es ist ein Ort, an dem das Essen großartig ist und man Erfahrung mit religiösen Menschen, Rituale wie Sie sie in der Geschichte geschildert haben machen kann.

    Thailand ist zu einem Top-Reiseziel geworden und ich selbst würde lieber Thailand als China besuchen. Ich mag die Thailänder, weil sie genauso aussehen wie Filipinos haha, genau wie ich. Sie erweisen sich ebenso wie wir hier als herzerwärmend und gastfreundlich.

    Vielleicht werde ich in ein oder zwei Jahren dieses Land besuchen und die Erfahrungen ausprobieren, die Sie dort gemacht haben.

    Reply
    • Halo Gomer, danke für deinen Kommentar.
      Ich würde ja auch gerne mal auf die Philippinen kommen, habe sogar einen Schweizer Kollegen da.
      Ja, Tempel und spirituelle Erfahrungen kann man hier schon machen, dazu braucht man jedoch etwas Zeit denke ich.
      Melde dich wenn du mal da bist, liebe Grüsse, Stefan 🙂

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